Heute helfe ich dir: meiner Unternehmenskollegin!

Schön, dass du wieder hier bei meinem wöchentlichen Blog bist! Mein Name ist Brechje und ich bin die Gründerin von All-time Favourites! Im Newsletter und auch in unseren sozialen Medien habe ich diese Woche gefragt, wie ich dir helfen kann, meiner Kollegin im Unternehmertum. Mit was beschäftigst du dich und welche Frage kann ich dir beantworten?  Denn als ich meine eigene Marke All-time Favourites gründete, musste ich alles selbst machen, planen und ausführen. Daraus resultierte viel Durchhaltevermögen, aber das war manchmal schwierig und demotivierend. Deshalb geht es in diesem Blog nicht um mich, sondern um dich! Ich habe es geschafft, alle Fragen, die ich erhalten habe, in 10 Fragen zu bündeln, und ich werde sie heute alle beantworten!

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1. Patricia: Ich möchte mit meinem Café in Purmerend mehr Markenbekanntheit erreichen! Mein Café befindet sich nicht im alten Zentrum von Purmerend, sondern in einem Vorort. Wie hast du das mit deinen Taschen gemacht?

Wir haben viele Fragen zur Markenbekanntheit erhalten, wie diese von Patricia. Es gibt viele Tools um die Markenbekanntheit anzukurbekn. Wie Werbung auf Facebook. Hier kannst du gezielt Leute in Purmerend (oder auch in jeder anderen Stadt) erreichen und all diesen Menschen eine schöne Werbung deines lokalen Unternehmens zeigen. Mein Tipp ist, damit anzufangen. Mit einem kleinen Budget erreichst du schon recht viele mögliche Kunden. Es gibt viele Freiberufler, die das für dich erledigen können! Was auch immer gut funktioniert ist, mit einem Unternehmer aus der Nachbarschaft eine gemeinsame Aktion zu organisieren, sagen wir mal zB. eine Autowaschanlage. Beim Autowaschen gibt es eine Tasse Kaffee gratis dazu. Oder einmal gratis Staubsaugen mit einem Deluxe-Frühstück… Alles nur Ideen, lass deiner Kreativität freien Lauf!  So steigert ihr gemeinsam die Markenbekanntheit, es kostet nicht viel Budget und die beiden Unternehmen sind sich nicht Konkurrenz. Es gibt unzählige kreative und ziemlich günstige Möglichkeiten, Menschen für dein Unternehmen zu gewinnen. Und immer denken: Warum soll der Kunde bei mir sein? Habe ich den besten Kaffee in Purmerend oder den besten Apfelkuchen? Wein usw. Dann stell sicher, dass du dich auf deine Stärke konzentrierst. Für Qualität macht man immer einen kleinen Umweg! Viel Glück!

2. Els: Ich habe kurz vor Corona als selbstständige Fotografin angefangen. Ich würde gerne für eine nette Modemarke fotografieren, aber da ich ein Anfänger bin, würde ich das auch gerne für eine aufstrebende Modemarke tun. Wie kann ich deiner Meinung nach mit den richtigen Leuten in Kontakt treten?

Um mit den richtigen Personen in Kontakt zu treten, lautet die erste Frage: Wo befinden sich diese Personen? Im Fall von Els denke ich, sie könnte zum Beispiel ins World Fashion Center in Amsterdam gehen. Hier gibt es viele Modemarken, kleine und große, etablierte und neue. Beginne dort. Sieh dir die Website des WFC an und wende dich per E-Mail an einige Marken. Biete deine Dienste an und schau dann persönlich vorbei. Mit den richtigen Leuten in Kontakt zu treten, erfordert viel Eigeninitiative und ist manchmal ziemlich schwierig. Es kann sich ein bisschen wie Hausieren anfühlen. Aber das muss passieren. Die Leute kommen einfach nicht zu dir. Ich musste immer durch Stadt und Land fahren. Ob für die richtigen Lieferanten oder für die beste Transportversicherung; es muss immer aus dir selbst kommen und das ist hart! Aber wenn es dir gelingt, wirst du dich wirklich gut fühlen! Tue es!

3. Johanna: Ich stehe kurz vor der Selbstständigkeit und habe eigentlich eine Frage zur Buchhaltung; hast du Tipps dafür?

Auweia, das ist etwas das ich wirklich hasse: die Buchhaltung. Ich habe mich immer auf das konzentriert, worin ich gut bin, und alles ausgelagert, was ich nicht kann und das zu lange dauert, um es selbst herauszufinden. Ja das kostet Geld. Aber meine eigene Zeit ist noch kostbarer. Das gebe ich lieber für meine Taschen und meine Marke aus. Man kann nicht alles selbst machen, auch wenn man am Anfang meint, alles selbst machen zu müssen. Aber etwas auf die Beine zu stellen, kostet so viel Zeit und Energie; handhabe das gut. Verbringe nicht diese wichtige Zeit damit, herauszufinden, wie die Buchhaltung zu führen ist. Überlasse das besser den Profis. Ich sehe das mal zumindest so!

4. Anneke: Was hältst du von der kürzlich auf LinkedIn gestarteten Kampagne zum Mangel an weiblichen Führungskräften? Wo Frauen sich eine Woche lang Peter nannten?

Für diejenigen, die es verpasst haben, hier ist sie: https://www.adformatie.nl/campagnes/family-achter-ik-heet-peter-campagne. Ja, ich war ziemlich schockiert, dass es in der niederländischen Spitze mehr Leute namens Peter gibt als Frauen. Als Unternehmerin und als Marketingspezialistin (das ist mein Hintergrund) macht mich eine Kampagne wie diese sehr glücklich. Es ist eine heikle Situation und ich denke, dass mehr Frauen dabei sein sollten. Aber es muss auch mehr Chancen für Frauen geben. Ich bin eine große Befürworterin von Female Power im weitesten Sinne!

5. Jennifer: Ich gehe für 2 Monate nach Thailand, weil ich das Gefühl habe, dass ich in eine andere Richtung gehen muss. Hast du irgendwelche Tipps?

Ich finde das schwierig. Denn das liegt mehr am persönlichen Wachstum als am Unternehmertum selbst. Ich glaube, dass du die Kontrolle über dein eigenes Leben und deine eigenen Entscheidungen treffen sollst. Wenn sich Thailand für dich jetzt richtig anfühlt, dann ist das etwas das du tun musst: GO! Aber nimm dir vor, dass du mit etwas Neuem zurückkommst. Erfahrungen, Erkenntnisse oder was auch immer! Aber wenn du um die ganze Welt fliegst und denkst die Lösung liegt in Thailand, da wäre ich vorsichtig. 2 Monate sind eine lange Zeit, also nutze diese Zeit für dich. Ich bin kein Lifestyle-Coach, sondern kann nur sagen, was ich denke! Genießen!

6. Kim: Ich frage mich, wie du mit Konkurrenz oder Nachahmern umgehst? Ich habe Probleme mit dem Kopierverhalten bei meiner eigenen Marke.

Diese Frage wird mir oft gestellt und ich werde ihr bald einen Blog widmen. Ich persönlich mag Konkurrenz. Ich kümmere mich nicht um die Konkurrenz, weil ich an die Kraft meiner Marke glaube. Aber die Nachahmer die ärgern mich dann schon gewaltig, vor allem, weil ich alle Nachahmer da draußen in den Niederlanden persönlich kenne.

7. Julie: Ich bin dabei, meine eigene Marke aufzubauen, und ich muss Sachen in Fernost kaufen. Wie regelst du den Transport und insbesondere alle Zollangelegenheiten? Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll!

Diese Frage wurde oft gestellt und die Antwort ist der Antwort in Bezug auf die Buchhaltung sehr ähnlich. All diese Dinge lagere ich aus. Es gibt viele Unternehmen, die dies für dich tun können! Finde das nicht selbst heraus. Dafür ist die Welt von Zoll, Einfuhrumsatzsteuer etc. zu kompliziert und man will keine Fehler machen.

8. Sophie: Du erwähnst gelegentlich, dass du einen Business Coach hast. Wie hast du ihn gefunden? Heutzutage gibt es so viele Trainer, dass ich nicht wirklich weiß, wonach ich suchen soll!

Ja, ohne meinen Trainer Ole wäre ich bei ATF nicht da, wo ich heute bin. Ich habe an einem Training teilgenommen und Ole war der Trainer davon. Nachdem ich dieses Training abgeschlossen hatte, bat ich Ole, mein Coach zu werden. Das ist das Training: https://zealprogram.com

9. Bianca: Wie gehst du mit geschäftlichen Rückschlägen um? Es fällt mir schwer in dieser ganzen Corona-Misere mit enttäuschenden Umsätzen damit dauerhaft als Unternehmerin umzugehen?

Rückschläge, die mit Geld zu tun haben, sind wirklich heftig. Denn das verursacht so viel Stress. Wenn es Rückschläge sind, die mit Resilienz zu tun haben, dann finde ich das leichter. Wenn es ums Geld geht, gerate ich in Panik. Aber zum Glück habe ich Ole, der immer an meiner Seite ist. Es bringt Frieden und Vision. Das hilft mir sehr. Auch für alle anderen Momente sind nette Menschen um dich herum und ein gutes Glas Wein heilsam: Manchmal ist der Rückschlag gar nicht so schlimm und relativiert die Dinge.

10. Judith: Ist dir jemals aufgefallen, dass du als Frau im Business anders behandelt wirst? Wirst du vielleicht weniger ernst genommen?

Nein, das ist mir nie aufgefallen. Ob ich bei der Bank bin, oder bei meinen Lieferanten, beim Steuerberater oder wo auch immer. Ich fühle mich immer ernst genommen und gleichberechtigt. Aber jetzt, wo ich das schreibe, frage ich mich auch: Liegt das an mir oder an ihnen?

Das waren die Fragen! Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen! Liebes Fräulein, viel Glück mit deinem Biz!

Liebe Grüße, deine Brechje